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Herzlich willkommen an der OHS!!!

Schulinformationen:

Für alle SchülerInnen und deren Eltern, die sich für den Übergang auf die Otto-Hahn-Schule interessieren, haben wir hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt.

Einen ersten Eindruck von der Vielfältigkeit der Otto-Hahn-Schule können Sie sich anhand des Grußwortes von Frau Haake machen. >>> Grußwort 2018 Alle wichtigen Informationen zum Übergang  von der Klasse 4 nach 5 finden sie hier.  >>> Übergang 4/5 Für die Interessenten für die Oberstufe hat Studienleiterin Frau Dr. Schmidt alle relevanten Informationen zusammengestelllt. >>> Oberstufe.

Sollten Sie weitere Fragen haben, hilft Ihnen das Sekretariat gerne weiter und vermittelt Ihnen die richtigen Ansprechpartner (Poststelle.otto-hahn-schule@stadt-frankfurt.de oder Telefonnummer: 069 - 212 44 200).

Ihre Schulleitung der Otto-Hahn-Schule

20.12.2017 Das Vergessen verhindern

Ethan Bensinger im Austausch mit der Q3

Elisheva Naor, Q3d (LK Geschichte)

Eine besondere Begegnung arrangierte Herr Reisinger am 27. Oktober 2017. Ethan Bensinger besuchte uns mit seinem Film „Refuge. Stories of the selfhelp home“. Er selbst lebt in Chicago und initiierte den Dokumentarfilm, obwohl er eigentlich als Jurist tätig war, wie er uns im Gespräch verriet. Mit seiner Frau und Frau Rieber vom Projekt „Jüdisches Leben in Frankfurt“ begrüßte er auf Deutsch die Geschichtskurse der Stufe Q3 in der großen Aula. Dabei gab er einen ersten Einblick in die Progression des Filmes, Hintergrundinformationen zu „selfhelp“ sowie den im Film auftretenden Menschen. Kein Zufall war es, dass Ethan Bensinger Frankfurt besuchte, denn seine familiären Wurzeln reichten in unsere Stadt zurück.

Eröffnet von einer heiteren, gelösten Anfangsszene, die die Bewohner als „German Gemütlichkeit“ beschreiben, erzählen Menschen im Film ihre sehr persönlichen Erlebnisse nach der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten im Jahr 1933, vor allem aber den schweren Schicksalsschlägen und schlimmen Eindrücke zwischen der Reichspogromnacht 1938, den Deportationen sowie Stationen in Konzentrations- und Vernichtungslagern. Emotional tief bewegt zeigten sich die Schülerinnen und Schüler der Kurse während des Films.

In der anschließenden Gesprächsrunde verweilten 25 Schülerinnen und Schüler der Kurse in der Aula und traten ins Gespräch mit Ethan Bensinger. Als zunächst Stille herrschte und niemand die erste Frage stellte, wartete Ethan Bensinger diese nicht ab, sondern begann zu erzählen. Er vermittelte Eindrücke aus seinem Leben als Teil der zweiten Generation der Holocaust-Überlebende und regte uns an, nachzufragen. Das lockerte die zurückhaltende Stimmung nach dem emotional fordernden Film auf. Die Fragen häuften sich und Bensinger führte seine Antworten großzügig aus, jedoch ohne den Kern der jeweiligen Frage aus den Augen zu verlieren. So gestaltete er seine Schilderungen erzählerisch und äußerst interessant.

Faszinierend waren vor allem die Hintergründe, die Bensinger zu den insgesamt sechs Zeitzeugen erzählen konnte, die den Zuschauer mit ihren Geschichten durch den Film begleiten. Uns wurde schnell klar, dass ein Film über den gesamten Verlauf ihres Lebens als Verfolgte problemlos viele Stunden füllen würde. So gab uns das Gespräch einen Eindruck, wieviel diese Menschen erlebt hatten, die lediglich einen auserwählten Teil der Überlebenden des Selfhelp-Heims darstellen, deren Geschichten Bensinger aufgenommen hatte.

Einer von vielen bleibenden Eindrücken, die Bensinger hinterließ, war seine Aussage, dass den Nachfolgenden Generationen der Überlebenden eine zunehmend größere Verantwortung zukommt, diese Geschichten weiterhin in Erinnerung zu behalten und aktiv zu vermitteln; kurz gesagt, das Vergessen des Holocausts zu verhindern. Damit sind nicht nur Persönlichkeiten wie Ethan Bensinger gemeint, die einen direkten Bezug zu den Zeitzeugen haben, denn dies ist ein Thema, das alle Menschen betrifft. Daher war das Gespräch eine wichtige Anregung für uns, in diese Richtung zu denken und dieser Verantwortung bewusst zu werden.

Auf Einladung von Frau Rieber stellten aus dem Geschichts-LK Vira Miri, Elisheva Naor, Vincent Steverding und Herr Scharfenberger am 9.11.2017 die Eindrücke des Besuchs vor. Vor einer Gruppe internationaler Gäste bestehend aus Rabbinern und leitenden Mitarbeitenden von Gedenkstätten, die fünf Tage Deutschland besuchten, präsentierten wir unsere Eindrücke und schilderten die persönlichen Momente des Gesprächs. Im anschließenden Austausch agierten wir in der englischsprachig geführten Diskussion bei teils gesellschaftspolitisch schwierigen Aspekten wie der Umgang mit der Vergangenheit, die Aktualität politischen Ereignisse sowie die Integrität von jüdischer Kultur im Schulalltag.

Die Veranstaltung war für uns eine neue Erfahrung. Vorbereitet hatten wir uns auf die Präsentation von Ethan Bensingers Besuch an der Schule und wir teilten die oben stehenden Eindrücke mit der internationalen Runde. Doch auf Fragen zu aktuellen Themen und sozialpolitischen Problemen, die wir im Alltag nicht gestellt bekommen, konnten wir unvoreingenommen antworten. Das war eine interessante Erfahrung, vor allem die Konversation in einer anderen Sprache.