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In den Osterferien (03.04. - 13.04.2017) ist das Sekretariat der Otto-Hahn-Schule geschlossen.

Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler,

ich begrüße Sie herzlich auf der Homepage der Otto-Hahn-Schule Frankfurt.
Als Schulleiterin der Otto-Hahn-Schule, einer Schule, die drei Schulformen (Gymnasium, Realschule, Hauptschule) unter einem Dach vereint, möchte ich Ihnen gern unsere Arbeit, unsere Kooperationspartner und besondere Projekte im Schuljahr 2016/2017 vorstellen.

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31.01.2017 „Gelbe Kuh“ aus Lehrerzimmer entwendet

OHS-Kollegium reagiert schockiert auf den Kunstdiebstahl

Von Mona Zdobinski, Tugce Belgeli und Reinhard Kildau

Die Vorgeschichte

Die „Gelbe Kuh“ war seit vergangenen Herbst der „Eyecatcher“ für alle Besucher des Lehrerzimmers in der Otto-Hahn-Schule, seit dem die Kuh wieder heil zurück war von der großen Ausstellungstour ins Nordweststadtzentrum. Dort war sie der Publikumsmagnet in der vierten Jahresausstellung des MMA Mädchen-Mal-Ateliers aus der Otto-Hahn-Schule. Einmal im Jahr stellen die Malerinnen ihre Arbeiten außerhalb der Schule der kunstinteressierten Öffentlichkeit vor; meistens in der Stadtbibliothek des Nordweststadtzentrums – für acht Wochen.

Die „Kuh“ von Mona Zdobinski und Tugce Belgeli hing an prominenter Stelle in der Bibliothek und war Anlass für viele begeisterte Einträge ins Gästebuch der Ausstellung: „Beeindruckend, dass solche Arbeiten von Schülern gemacht wurden und nicht von Profi-Malern!“ - „Die gelbe Kuh der jungen Malerinnen gefällt mir besser als das Original von Paul Klee. Außerdem ist es viel größer und humorvoller!“ – „Von allen Kunstwerken gefällt uns die Kuh am bestem. Leider ist sie zu groß für unsere Wohnung, sonst hätten wir sie gerne gekauft.“ – „Einen solche Kunstunterricht hätte ich auch gerne in meiner Schulzeit gehabt. Macht weiter so mit eurem Lehrer.“

Foto 1

Jedes Jahr geht die Ausstellung mit einer Vernissage und vielen Menschen los, mittlerweile auch mit einigen prominente, nachdem letztes Jahr auch Peter Feldmann, der Oberbürgermeister von Frankfurt, die Ausstellung besuchte. Nach acht Wochen beenden die Schülerinnen des Jahresevent in der Regel mit einer Finissage, auf die alle Interessenten und Käufer einzelner Bilder eingeladen werden, um die verkauften Bilder an ihre neuen Besitzer zu übergeben. Den Erlös der Bilder erhalten die Malerinnen; nur die Rahmen oder den Preis für die Rahmen erhält die Schule zurück. Welche Anerkennung für die geleistete Arbeit ist größer für einen Schüler, als auf einer öffentlichen Ausstellung eines seiner Bilder für einen stattlichen Preis zu verkaufen?

Wer hat die „Kuh“ entwendet?
Mona Zdobinski klärt auf: Das große, durch seine ausdrucksstarken und dominanten Farben auffallende Bild hing bislang im Lehrerzimmer unserer Schule und sorgte dort für eine gemütliche Arbeitsatmosphäre. So fiel es auch Fr. Mattern, die erst seit kurzem zum Lehrerkollegium gehört, auf. Bereits im Dezember wandte sie sich Frau Mattern an Herrn Kildau, den Leiter unseres Mal-Ateliers, mit dem Wunsch das Bild zu kaufen. Unsere jährliche Ausstellungen, die bis Weihnachten in der Bücherei der Nordweststadt zu sehen war, hatte die Kuh bereits mitgemacht.
Nach einigen Terminabsprachen wurde die Übergabe für den 12. Januar 2017 donnerstags direkt im Mal-Atelier der OHS vereinbar. Dann war es so weit und Frau Mattern besuchte unseren Kurs und übernahm unser Bild für EUR 300,00. Die Übergabe verewigten wir feierlich auf einem Foto, das nun wie die der anderen verkauften Bilder in unserem Kunst-Atelier hängt.

Mit den Käufern tauschen wir immer unsere Adressen aus und treffen die Vereinbarung, dass wir bei Bedarf das Bild zeitweise wieder holen können, falls eine wichtige Ausstellung gemacht wird. Ebenfalls dokumentieren wir den Weg unserer Bilder und Arbeiten in unserem Portfolio, damit wir bei Bewerbungen später unsere Dinge noch zeigen können, auch wenn sie bereits verkauft sind.

Warum haben wir die „Kuh“ gemalt?
An das expressionistische Bild „Gelbe Kuh“ des Malers Franz Marc aus dem Jahr 1911 kamen wir, Tugce und Mona, die Malerinnen, über Umwege. Im Grunde haben wir es zwei unserer ehemaligen Abiturienten der OHS zu verdanken, die das Bild angefangen und unfertig zurück ließen. Die Geschichte dahinter ist nämlich folgende: In unserem Atelier sind auch einige unvollendete Werke aus den vergangenen Jahren der Oberstufen zu finden. Aus zeitlichen oder anderen Gründen schafften es die Schüler nicht immer, zu einem befriedigenden Ergebnis zu gelangen. Manche unterschätzten ihr Durchhaltevermögen und die Arbeit, die sie sich mit einem so großen Vorhaben wie einem Gemälde mit den riesigen Ausmaßen von 1 Meter auf 1 Meter sechzig aufbürden. Bei Herrn Kildau aber lernen und arbeiten wir genau an diesen Punkten: die Arbeit planen, die Etappen der Erstellung zeitlich festlegen, Zwischenziele dokumentieren, die Arbeiten für die Präsentation rechtzeitig zu timen usw. mit immer mehr Erfolg. So haben wir uns also der angefangenen „Kuh“ angenommen und gemeinsam zur Vollendung gebracht.

Foto 2

Wir machen weiter Ausstellungen.
Nicht zum ersten Mal gelang es uns, Kunstwerke von uns zu verkaufen. In den letzten Jahren konnten wir bereits auf öffentlichen Ausstellungen Bilder verkaufen, darunter war ein Klassen-Tableau, also ein großformatiges Acryl-Gemälde, das aus 24 kleinen Einzelbildern von unseren begabten Klassenkameraden stammten und ein so genanntes Tontrennungsbild, bei dem das Foto eines zwei Meter großen Lehrers auf Lebensgröße „aufgeblasen“ und in Acryl auf Leinwand gemalt wurde. Auch in der Zukunft werden wir die geplanten Ausstellungen innerhalb und außerhalb der Schule mit Freude gestalten. Wir sind schon jetzt gespannt, was uns in der Zeit noch bevorsteht. Auf jeden Fall haben wir bereits in unseren Präsentationsmappen viele anerkannte und prämierte Arbeiten, die unseren beruflichen Weg nach der Schulzeit vielleicht entscheiden können.