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31.07.2019 Tiere und Pflanzen als Einwanderer in Europa

Projektwochengruppe auf den Spuren von Neophyta und Neozooa

Autorinnen: Antje Schneider und  Dr. Judith Jackson

Wer mit offenen Augen durch die Natur geht, merkt eine Veränderung. Es gibt Tier- und Pflanzenarten, die es vor 10 Jahren noch nicht gab. Am augenscheinlichsten sind die Nil- und Kanadagänse, die zur Plage auf Grünflächen werden oder die Nutria, die sich sogar füttern lassen. Aber auch der Bambus und der bei Schmetterlingen beliebte Sommerflieder in unseren Gärten ist ein sogenannter Neophyt, d. h. eine neu eingebürgerte Pflanze, die es ursprünglich nicht in Europa gab. Gefährlich wird es, wenn diese Neubürger sich zu stark vermehren, wie das indische Springkraut oder die Verbrennungen verursachende Herkulesstaude, dann spricht man von invasiven Arten.

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In der Poster-Werkstatt wurden Steckbriefe dieser absichtlich oder unabsichtlich eingeführten Tier- und Pflanzenarten erstellt. Bei einer Führung im Opel-Zoo erfuhren die Schüler, dass man zuerst den europäischen Nerz fast ausgerottet hatte, da man seinen Lebensraum (Feuchtgebiete)  zerstörte, den größeren amerikanischen Nerz aber in Pelztierfarmen züchtete. Von dort konnten Tiere entkommen, sich in der Natur ansiedeln und es den einheimischen Nerzen noch schwerer machen. Durch Zuchtprogramme in Zoos versucht man nun den europäischen Nerz zu vermehren und auszuwildern.

Im Gegensatz dazu sind  die Zucht und sogar der Transport der putzigen aus Nordamerika stammenden  Waschbären streng verboten, denn von ihnen gibt es hier schon zu viele. Dadurch bedrohen sie insbesondere bodenbrütende Vögel. Die meisten Neophyten und Neozoen sind jedoch unauffällig und längst in der Natur etabliert. So lebt beispielsweise eine Gruppe von ca. 1500 Halsbandsittichen im Wiesbadener Schlosspark und nicht nur da. Eigentlich stammen sie aus Afrika und Asien.

Als Neobiota bezeichnet man alle Lebewesen, die nach 1492 (Columbus Eroberung Nordamerikas) neu in ein Land kamen. Vor Ort konnten wir sie im Brentanopark in Rödelheim  finden. Da aufgrund der  hohen Temperaturen (fast 30 °C) sich die pelztragenden Nutria sowie die Vögel an kühlen Gebieten versteckten, sahen wir nur eine Nilgans mit Küken auf der Wiese. Dank der Bestimmungs-App von Frau Dr. Jackson konnten wir aber in kurzer Zeit neun nicht einheimische Pflanzenarten identifizieren: der Trompetenbaum, die Robinie, die Glyzinie (Blauregen), ein Sequoia (Mammut-baum), ein Gingko-Baum und Phacelia nemoralis, die mit Borretsch verwandt ist. Diese Arten waren alle absichtlich im Parkbereich angepflanzt worden. An der Uferböschung der Nidda, also wild wachsend, fanden wir die kreuzblättrige Wolfsmilch und die Mendocino Buschmallow, eine Malvenart. Es ist unbekannt, wie sie nach Frankfurt kamen. So haben wir in relativ kurzer Zeit viele Neobioten gefunden und damit bestimmt nur einen Bruchteil der 800 offiziellen Neubürger in Frankfurt erfasst. Sie machen insgesamt 1% des gesamten Artenbestandes aus.

Bei einer abschließenden Präsentation erklärten die Projekt-Teilnehmer interessierten Schülern und Lehrern ihre Ergebnisse anhand der Steckbrief-Poster.

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