Liebe Kolleginnen und Kollegen,

liebe Schülerinnen und Schüler,

liebe Eltern,

liebe Kooperationspartnerinnen und -partner der Otto-Hahn-Schule,

 

wir wünschen Ihnen eine besinnliche und erholsame Weihnachtszeit.

Im Rückblick war 2021 ein weiteres Jahr mit besonderen Herausforderungen durch die anhaltende Pandemie mit ihren Wellen, die weiter auf uns zurollen. Gemeinsam als Otto-Hahn-Schulgemeinde mit allen an der Schule Mitwirkenden mussten wir insbesondere am Anfang des Jahres mit Phasen des Distanzunterrichts, Wechselunterrichts und Präsenzunterrichts und den nach wie vor zahlreichen, oft kurzfristigen Regelungen und besonderen Vorkehrungen im Schulalltag umgehen.

Das war ein unvergleichlicher Kraftakt für alle in der Schulgemeinde: für die Kolleginnen und Kollegen, die durch ihren Einsatz in unterschiedlichen Schulformen und –stufen gemäß den aktuellen Vorschriften gleichzeitig digital und analog unterrichten mussten – bei kaum vorhandenen Möglichkeiten für den Distanzunterricht aus der Schule heraus und einem Videokonferenzsystem, das noch viele Schwächen hatte und weiterhin hat und bei dem die Kapazitäten während der üblich frequentierten Zeiten oft nicht ausreichten.

Trotzdem haben Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen, mit großem Engagement und ebenso viel Leidenschaft oft Lösungen für unlösbar Erscheinendes gefunden. Dies ist auch der Arbeitsgruppe Digitalisierung zu verdanken, die uns über das Schulportal und SchulMoodle pragmatische Lösungen zur Verfügung gestellt hat und uns an Fachtagen im Umgang mit den Tools geschult und immer wieder unterstützt hat – bei gleichzeitig enorm ansteigender Belastung, wie die aktuelle Arbeitszeitstudie eindrücklich gezeigt hat.

Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen haben es dabei immer als Ihre Aufgabe gesehen, die Hauptleidtragenden der Pandemie, unsere Schülerinnen und Schüler, auf ihrem Lernweg zu begleiten und voranzubringen und ihnen in der Schule einen Ort zu geben, an dem sie ein bisschen Normalität erleben können – nach den Phasen ohne soziale Kontakte mit Gleichaltrigen, ohne Begegnung mit Freundinnen und Freunden, ohne den üblichen strukturierten Schulalltag.

Das war für euch, liebe Schülerinnen und Schüler, eine besondere Herausforderung, unter diesen Umständen trotzdem weiter lernen zu müssen und die für die Abschlüsse notwendigen Leistungen zu erbringen. Die Prüfungen waren wie schon im Vorjahr auch von der Pandemie betroffen und fanden mit besonderen Regelungen statt.

Nach den Osterferien war dann deutlich die Erleichterung und auch echte Freude zu spüren, wieder in die Schule gehen zu dürfen, auch wenn dies wieder nur schrittweise erfolgte. Auch hier mussten wir neu lernen, denn Voraussetzung für die Teilnahme am Unterricht waren negative Tests, die weitestgehend in der Schule durchgeführt wurden und von uns als Lehrkräften angeleitet werden mussten. Inzwischen ist die Anleitung der Testung zur routinierten eigenständigen Durchführung durch die Schülerinnen und Schüler geworden – allerdings auch weiterhin mit Verlust der eigentlichen Unterrichtszeit.

Sie, liebe Eltern, haben in allen Phasen Ihre Kinder unterstützen müssen und sind zu Lernbegleitern Ihrer Kinder geworden. Sie mussten den Spagat zwischen Ihrem eigenen Arbeitsalltag und den schulischen Besonderheiten mit den kurzfristigen Ministervorgaben schaffen. Hier möchten wir uns auch beim Schulelternbeirat und insbesondere bei Frau Herschbach (SEB-Vorsitzende bis November 2021) bedanken, denn alle auf die Otto-Hahn-Schule abgestimmten Regelungen wurden in zahlreichen Telefonaten und Mails immer einvernehmlich (fast immer am Wochenende) getroffen und umgesetzt. So konnten wir gemeinsam ein Höchstmaß an Transparenz und eine hohe Akzeptanz der Maßnahmen erreichen und nur so war es möglich, den Unterricht überhaupt mit etwas Normalität durchzuführen.

Ein weiteres Mal haben wir gemeinsam mit Ihnen als Eltern dazu beitragen können, dass die Abschlussfeiern für die Haupt- und Realschülerinnen und –schüler und für die Abiturientinnen und Abiturienten trotz der Pandemie in feierlichem Rahmen stattfinden konnten. Auch die Einschulungsfeiern haben wir durch Ihre Mithilfe durchgeführt.

Selbst die Schulentwicklung ging trotz der schwierigen Umstände weiter. Unsere MINT-Klasse geht „in die zweite Runde“ und wird im kommenden Kalenderjahr nach dreijährigem Bestehen umfänglich evaluiert; der Ausbau der Lernzeiten setzt sich mit den Lernateliers und der Einrichtung in H und R fort. Wir machen weitere Fortschritte in Bezug auf die Digitalisierung: Der Digitalpakt soll im Frühjahr bei uns umgesetzt werden und eine bessere Präsentationstechnik zur Verfügung stellen. Leider ist das W-LAN immer noch nicht in Sicht, aber wir bleiben in engen Verhandlungen mit dem Schulträger, um die Einrichtung zu forcieren.

Mit der Zukunftswerkstatt und dem Workshop, der im November 2021 stattgefunden hat, haben wir den „Roten Faden“ wiederaufgenommen und konkrete Entwicklungsziele für 2022 definiert. Wir haben im Bereich der Berufsorientierung weitere Kooperationen geschlossen und eine Referendarin hat die Messe der unbekannten Berufe initiiert und im November durchgeführt. Wir sind am Stadtteiljubiläum (1250 Jahre Nieder-Eschbach) beteiligt und planen zahlreiche Events. Die SV und die Schülerschaft nehmen äußerst engagiert Themen wie den Klimaschutz und den Umgang mit Diversität auf und sorgen hier für die Weiterentwicklung der Schule. Die Sanierung nimmt langsam Fahrt auf und die Planung des Neubaus sowie der Sporthalle 2 steht bevor.

Es hat nie Stillstand gegeben, sondern die schwierige Zeit der Pandemie hat uns näher zusammengebracht und viele Stärken offengelegt. Dies wäre ohne die engagierte und oft leidenschaftliche Mitwirkung aller am Schulleben Beteiligten nicht möglich.

Am Ende des alten Jahres möchten wir uns deshalb sehr herzlich bei Ihnen allen bedanken, die Sie die erfolgreiche Arbeit an der Schule durch Ihr Engagement unterstützt, erleichtert und in den Zeiten der Pandemie auch erst möglich gemacht haben.

Ihnen allen wünschen wir schöne Weihnachtstage und ein gutes und gesundes Jahr 2022.

 

Herzlichst für das Schulleitungsteam

Birgit Haake (SL’in)

Dirk Kapfenberger (stv. SL)