Herr Metzler, Herr Ludwig und Herr Höller verabschiedet
Artikel und Fotos: Frau Muthig
Zum Halbjahreswechsel versammelten sich zahlreiche Kolleg:innen, Wegbegleiter:innen, Familienmitglieder und ehemalige Schüler:innen in der Großen Aula, um drei Lehrkräfte in den Ruhestand zu verabschieden, die zusammen ganze 75 Jahre die OHS geprägt haben: Andreas Metzler (knapp 21 Jahre), Frank Ludwig (32 Jahre) und Lothar Höller (25 Jahre).
Die Fachbereichsleiter:innen Angelika Wohlleben und Olaf Reisinger sowie der Oberstufenleiter Christof Wege-Peter führten durch das abwechslungsreiche Programm, in dem sie selbst kurze Laudationen hielten, die Fachgruppen sowie der Personalrat zu Wort kamen und auch weitere Redner:innen den (nun ehemaligen) Kollegen die Ehre erwiesen.
Andreas Metzler, Sport- und Chemie-Lehrer, galt für die Chemie-Fachgruppe als „Motor im Maschinenraum“. 16 Jahre lang war er Sammlungsleiter und strahlte nicht nur in dieser Position Gelassenheit, Zuverlässigkeit und Demut aus. Als Sportlehrer nahm er seine Vorbildfunktion äußerst gewissenhaft war: Bei Wind und Wetter fuhr er mit seinem Fahrrad zur Schule und absolvierte in der Sporthalle schon morgens vor der 1. Stunde sein Sportprogramm. Kai Schwarz vom Personalrat stellte zu Beginn seiner Rede fest: „Die Lage ist ernst!“ – wer soll nun das OHS-Gelände vom heruntergefallenen Obst befreien? Seine Geschenkeflut kommentierte Herr Metzler mit gewohnt trockenem Humor: „Wie soll ich das denn transportieren? Ich bin doch mit dem Fahrrad da.“
Bevor die Bühne der Ehrung Frank Ludwigs galt, performten Kolleg:innen und ein ehemaliger Schüler noch Udo Lindenbergs „Ich mach mein Ding“, dessen Text allen Ruheständlern gerecht wurde.
Frank „Frankie“ Ludwig war länger an der OHS Lehrer als manche Jungkolleg:innen alt sind. Mit seinen Fächern Kunst und Musik initiierte er zahlreiche Projekte, wie z. B. die Gestaltung der bunten Kacheln im Eingangsbereich im Rahmen der Kulturwochen der Stadt Frankfurt, und nahm mit seinen Klassen an Konzerten und Ausstellungen teil. Frau Wohlleben hob in diesem Zusammenhang hervor: „Er hatte einen Blick für die praktischen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler.“ Sein Musikkollege Daniel Scharfenberger verriet, dass nicht nur die Drum Sticks Herr Ludwigs ständige Begleiter waren, sondern er als Zweitinstrument auch Querflöte spielt. Auch der ehemalige pädagogische Leiter Herr Astemer lobte die Rolle des Musik- und Kunstlehrers an der OHS.
Lothar Höller prägte die OHS unter anderem durch seine Rolle als Tutor von Deutsch Leistungskursen in der Oberstufe. Ganze sechs LKs führte er in seinen 25 Jahren an der OHS zum Abitur. Als er 2001 eingestellt wurde, war ihm gesagt worden, dass sein Zweitfach Sport weniger gebraucht und auch die alte Halle bald abgerissen werde. Wer sich auf dem OHS-Gelände auskennt, weiß, dass die alte Halle heute noch steht – und Herr Höller durchaus als Sportlehrer gebraucht wurde. Was ihm immer ein besonderes Anliegen war, war die Nähe zu seinen Schüler:innen. Er war für sie mehr als nur ihr Lehrer; er war Ansprechpartner, Unterstützer und Motivator. Dass Herr Höller im Leben dieser jungen Menschen bleibenden Eindruck hinterlassen hat, zeigte sich auch darin, dass sowohl ehemalige als auch aktuelle Schüler:innen kleine Reden hielten. Und auch außerhalb des Klassenzimmers war Herr Höller engagiert: Er ist Gründungsmitglied der OHS-Tipprunde und bekam mit einem Augenzwinkern die Ehrenmitgliedschaft mit passendem Mitgliedsausweis verliehen. Für die kommenden Monate bleibt Herr Höller der OHS noch ein wenig erhalten: Er führt seinen letzten Deutsch LK in diesem Jahr noch zum Abitur.
Zum Abschluss spielte Wilfried Eggert noch ein Stück auf der E-Gitarre, bevor es zum gemeinsamen Umtrunk in die Mensa ging.

